Die Frage, ob eine Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi) intern aufgebaut oder extern beauftragt werden soll, beschäftigt viele Unternehmen – insbesondere bei Wachstum, Filialisierung oder steigenden regulatorischen Anforderungen. Beide Modelle haben ihre Berechtigung. Eine faktenbasierte Betrachtung von Kosten, Risiken und Organisation hilft, die richtige Entscheidung zu treffen.
Kostenvergleich: Fixkosten versus bedarfsbezogene Investition
Die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen interner und externer FaSi sind erheblich:
- Interne FaSi:
Die jährlichen Vollkosten liegen – inklusive Gehalt, Lohnnebenkosten, Weiterbildung und interner Overhead-Kosten – typischerweise zwischen 65.000 und 110.000 €. Diese Kosten fallen unabhängig vom tatsächlichen Betreuungsbedarf an. - Externe FaSi:
Die Kosten sind variabel und orientieren sich am tatsächlichen Bedarf, der Branche und der Mitarbeiterzahl. Der Einstieg liegt häufig zwischen 3.000 und 12.000 € pro Jahr (im i-Arbeitsschutz 360-Grad-Paket teils noch deutlich günstiger). Damit wird Arbeitsschutz zu einer planbaren, skalierbaren Leistung statt zu einem Fixkostenblock.

Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen oder Filialbetriebe ist der Unterschied ein entscheidender Faktor in der Budgetplanung.
Kapazitäts- und Ausfallrisiko
Neben den reinen Kosten spielt die Verfügbarkeit eine zentrale Rolle:
- Interne FaSi:
Krankheit, Urlaub oder Fluktuation führen schnell zu Betreuungslücken. Know-how ist häufig auf eine Person konzentriert. - Externe FaSi:
Dienstleister stellen eine garantierte Verfügbarkeit sicher, meist ergänzt durch ein Vertretungssystem. Fachwissen bleibt auch bei Personalwechseln erhalten.

Rechtliche Mindestanforderungen sicher erfüllen
Die gesetzlich vorgeschriebene Betreuung durch eine FaSi richtet sich nach Branche, Gefährdungspotenzial und Mitarbeiterzahl. Externe Fachkräfte übernehmen dabei häufig mehr als nur die formale Rolle:
- Unterstützung bei der rechtssicheren Dokumentation
- Beratung zu Maßnahmen und Prävention
- Vorbereitung auf BG-, Behörden- und Zertifizierungsaudits
Für viele Unternehmen ist dieser ganzheitliche Ansatz ein klarer Vorteil, da interne Ressourcen entlastet werden.
Organisatorische Unterschiede und Branchentrends
Organisatorisch unterscheiden sich beide Modelle deutlich:
- Interne FaSi:
Vorteilhaft ist die tiefe Kenntnis interner Prozesse, Abläufe und Unternehmenskultur. - Externe FaSi:
Bringt spezialisiertes Fachwissen, Erfahrung aus verschiedenen Branchen und skalierbare Strukturen mit. Moderne Anbieter sind häufig eng verzahnt mit Arbeitsmedizin und Elektroprüfung und folgen dem Trend zu integrierten 360°-Arbeitsschutzlösungen.
Gerade bei wachsender Standortanzahl oder zunehmender Regulierung setzen immer mehr Unternehmen auf externe, vernetzte Modelle.

Fazit
Die Wahl zwischen interner und externer Fachkraft für Arbeitssicherheit ist keine Grundsatzfrage, sondern eine wirtschaftliche und organisatorische Entscheidung. Wer Kosten, Ausfallrisiken und Skalierbarkeit realistisch betrachtet, findet ein Modell, das sowohl rechtssicher als auch betriebswirtschaftlich sinnvoll ist.
Dienstleistungsanfrage
Unser Leistungsspektrum ist so vielfältig wie die Anforderungen, die an moderne Unternehmen gestellt werden.


